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Resilient Leadership – so stärken Sie Ihr Team

Resiliente Führung bedeutet, sich und das anvertraute Team gesundheitsfördernd zu führen. Sie ist ein Prozess der Auseinandersetzung mit dem ständigen Wandel in der heutigen Arbeitswelt. Resiliente Führung lässt sich gut an drei Faktoren veranschaulichen, die Ihnen zu jeder Zeit eine gute Orientierung bieten. Angefangen bei einer gesundheitsfördernden Selbstführung, über eine gesundheitsfördernde Führung von Mitarbeitenden, hin zu einer wohlwollenden Arbeitsatmosphäre.

Wir stellen Ihnen die Faktoren vor und geben Ihnen mit Reflexionsfragen die Möglichkeit, Ihren Status Quo festzustellen und Ihren persönlichen Gestaltungsspielraum optimal zu nutzen.

Gesunde Selbstführung

Resiliente Beschäftigtenführung beginnt bei der gesundheitsfördernden Selbstführung einer Führungskraft. Wenn Sie als Führungskraft nicht gut für sich sorgen, sind Sie nicht damit vertraut, wie gut gesunde Selbstführung tut und wie schwierig sie manchmal im Alltag umzusetzen ist. Zudem vergeben Sie die Chance ein gutes Vorbild für Ihre Beschäftigten zu sein. Ob Sie es wollen oder nicht, Ihre Teammitglieder orientieren sich an Ihrem Verhalten. Studien belegen dies immer wieder. Je vertrauter Sie als Führungskraft sich selbst führen, desto leichter und erfolgreicher wird Ihnen auch die resiliente Mitarbeitendenführung gelingen.

Was bedeutet gesundheitsfördernde Selbstführung? Sie umfasst die körperliche, geistige und emotionale Fitness. Die eigenen Grenzen werden geachtet und Bedürfnisse für Körper, Geist und Seele gestillt. Gesundheitsförderliches Verhalten ist mehr als dafür zu sorgen, dass ein Mensch funktioniert. Es bedeutet kraftvoll und mit Freude nicht nur auf einer Kurzstrecke durchzuhalten, sondern langfristig körperlich fit, mental klar und emotional in Balance zu sein.

Überlegen Sie, ob Sie guten Gewissens die Haltung einnehmen können, alles dafür zu tun, ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Dies ist die Basis, um im Job präsent zu sein und leistungsfähig seinen Aufgaben nachkommen zu können. Mit Hilfe der Reflexionsfragen können Sie möglichen Handlungsbedarf erkennen und Maßnahmen ergreifen.

Reflexionsfragen

Was tue ich, um gesund zu bleiben bzw. wieder gesund zu werden? Denken Sie an Ihren Körper – Bewegung und Ruhe, an Ihre geistige Fitness – sich für verschiedene Themen interessieren und abschalten können, und an Ihr emotionales Wohlbefinden – Genussmomente pflegen und soziale Zugehörigkeit suchen.

Psychische Gefährundungsbeurteilung

Gesundheitsfördernde Mitarbeitendenführung

Leistungsfähigkeit zu bewahren und immer wieder erneut herzustellen ist Ziel einer resilienten Führung. Es gilt Belastungen zu erkennen und abzustellen. Bezogen auf uns Menschen bedeutet dies, dass unsere Gesundheit unser Fundament für unser Handeln und Wachsen im Leben ist. Hierbei ist Vorsorge besser als Nachsorge. In einer Zeit, in der die Zahlen, insbesondere die der psychischen Erkrankungen, rasant zugenommen haben, sind wir aufgefordert täglich in unsere Gesundheit wohlwollend zu investieren.

Da wir jedoch auch bei aller Vorsorge krank werden können, gehört es auch zu resilienter Führung, sich mit Erkrankungen auseinanderzusetzen. Unterstützen wir den Heilungsprozess bestmöglich oder liegt der Fokus eher darauf, schnellstmöglich wieder funktionstüchtig zu sein? Die Wege und Folgen können oft weit auseinanderklaffen. Resiliente Führung bezieht immer auch langfristige Konsequenzen bei Entscheidungen mit ein. Präsentismus – zu arbeiten, obwohl man krank ist – ist weder persönlich noch wirtschaftlich ein ratsamer Weg.

Reflexionsfragen

Wie sorge ich dafür, Belastungen meiner Teammitglieder zu erfahren und abzustellen? Wie gesundheitsförderlich sind meine Haltung und mein Verhalten, mir selbst und anderen gegenüber, im Krankheitsfall?

 

Wohlwollende Arbeitsatmosphäre

Eine wohlwollende Arbeitsatmosphäre kann man nicht machen. Sie entsteht, wenn wir uns gegenseitig mit Akzeptanz und Respekt begegnen.

Menschliche Beziehungen einzugehen ist ein menschliches Kernbedürfnis. Dennoch sind unsere Vorstellungen von einer guten Beziehung und wie wir diese gestalten sehr unterschiedlich. Resiliente Führungskräfte kennen die eigenen Bedürfnisse und wie sie diese auf unterschiedliche Weise befriedigen können. Zudem respektieren Sie auch die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden und berücksichtigen auch diese so gut wie möglich in der Führungs- und Zusammenarbeit.

Reflexionsfragen

Wie sorge ich proaktiv für eine stabile Beziehung zu meinen Beschäftigten? Für welche Bedürfnisse fühle ich mich verantwortlich? Für welche nicht?

Wir wünschen viel Erfolg und einen resilienten Führungsalltag.

Autorin: Michaela Hüpperling, Diplom-Psychologin