Asthma bronchiale

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich bin Asthmatikerin und plane im September mit einer Gruppe erstmals eine Wanderung in den Dolomiten. Muss ich da wegen meines Asthmas etwas Besonderes berücksichtigen?

Beratung durch den ife-Telearzt: Eine wichtige Voraussetzung nicht nur für die Reise sind ausreichende Kenntnisse über die Erkrankung. In einer Asthma-Schulung lernt man, welche Notfälle eintreten können und was dann zu tun ist. Wichtig ist, dass Sie dem Leiter Ihrer Wandergruppe mitteilen, dass Sie Asthmatikerin sind, oder – wenn Sie ohne Leitung mit Freunden wandern – die Freunde ausreichend über Ihre Erkrankung bzw. mögliche Notfallsituationen informieren. Verschweigen Sie auf keinen Fall Ihre Erkrankung! Besprechen Sie zuvor mit Ihrem Lungenfacharzt, ob das mit zunehmender Höhe abnehmende Sauerstoffangebot mit dem derzeitigen Zustand Ihres Asthma bronchiale vereinbar ist. Dann sollten Sie sich, wenn Sie das nicht schon tun, körperlich für diesen Urlaub trainieren. Ferner ist es empfehlenswert, einen ausreichenden Vorrat Ihrer Medikamente mit sich zu führen und sich auch von Ihrem behandelnden Arzt mit genügend Medikamenten für den Notfall versorgen zu lassen. Gut vorbereitet werden Sie Ihren Urlaub angstfrei genießen können!

Diabetes

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich habe mich vor ein paar Tagen mit einem Glassplitter am Zeh verletzt. Das tut nicht weh, deshalb bin ich bisher nicht zum Arzt gegangen. Aber ich habe Diabetes, sollte mein Arzt sich die Verletzung doch ansehen?

Beratung durch den ife-Telearzt: Der Facharzt für Allgemeinmedizin rät zum schnellen Arztbesuch und erklärt der Anruferin den Hintergrund: Zum einen können durch den Diabetes die feinen Nerven in den Füßen unempfindlich gegen Schmerzen werden, sodass man eine Verletzung häufig nicht bemerkt, zum anderen kann es zu Wundheilungsstörungen bis zu einer gefährlichen Wundinfektion kommen, insbesondere dann, wenn erhöhte Blutzuckerwerte vorliegen. Das nennt man „diabetisches Fußsyndrom“. Diabetikern wird deshalb geraten, sich regelmäßig die Füße, auch die Fußsohlen, anzusehen, wofür man einen Spiegel zu Hilfe nehmen kann. Bei Wunden oder anderen Auffälligkeiten sollten sie sofort zum Arzt gehen.


Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Bei unserem 14-jährigen Sohn ist seit einem halben Jahr ein Typ I-Diabetes bekannt. Wir würden in den Ferien gern in die Sonne fliegen. Aber ist eine Auslandsreise für unseren Sohn nicht zu gefährlich?

Beratung durch den ife-Telearzt: Reisen mit Diabetes ist dann kein Problem, wenn der Umgang mit der Erkrankung vorher geschult wurde, sodass Patient und Angehörige wissen, welche Notfälle eintreten können und was dann als Erste-Hilfe-Maßnahme zu tun ist. Ansonsten ist ein ausreichender Vorrat aller benötigten Materialien zur Selbstkontrolle des Blutzuckers und für die Insulin-Behandlung mitzuführen. Vor einer Auslandsreise sollte geklärt werden, welche Insuline es dort gibt und ob diese mit den ansonsten verwendeten austauschbar sind. Außerdem sollte man beim Reiseveranstalter erfragen, in welcher Form ein ärztliches Attest nötig ist, um die medizinische Notwendigkeit der mitgeführten Medikamente und Utensilien zur Applikation für den eigenen Gebrauch zu bescheinigen. Insulin gehört immer ins Handgepäck und sollte kühl gelagert werden.

Bei Flugreisen in andere Zeitzonen muss man sich bei der Insulinbehandlung auf die Ortszeit des Landes einstellen. Bei Reisen nach Westen werden die Tage länger, deshalb sollte man die Zeit bis zum nächsten regulären Essen, z. B. Abendessen, mit zusätzlichen Mahlzeiten und kurzwirksamem Insulin überbrücken. Bei Reisen nach Osten werden die Tage kürzer, und deshalb sollte man die Dosis des Verzögerungsinsulins zum Abendessen je nach Blutzuckerverlauf leicht reduzieren, denn die Abstände zwischen den Injektionen liegen näher zusammen. Bei ungewohntem Essen hilft nur Ausprobieren, um die richtige Insulinmenge herauszufinden.


Gynäkologie und Schwangerschaft

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich bin schwanger und mein Arzt hat mir ein Antibiotikum verordnet. Darf ich das in der Schwangerschaft überhaupt nehmen?

Beratung durch den ife-Telearzt: Der Telearzt erfragt den Namen des Antibiotikums und die Hintergründe für die Verordnung. Dann erklärt er: Es gibt Erkrankungen, die auch in der Schwangerschaft mit Antibiotika behandelt werden müssen und es gibt einige Antibiotika, die in der Schwangerschaft genommen werden dürfen. Die hierzu vorliegenden Informationen sprechen nicht gegen eine Einnahme des verordneten Präparats.

Brustkrebs

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich bin vor drei Jahren an Brustkrebs erkrankt und erfolgreich behandelt worden. Nun riet mir eine Freundin, die Ernährung umzustellen, um ein Wiederauftreten der Brustkrebserkrankung zu verhindern. Es soll ja eine spezielle Diät für Frauen mit Brustkrebs geben. Stimmt das? Was sollte man bei der Auswahl der Lebensmittel beachten?

Beratung durch den ife-Telearzt: Die Kinderärztin, welche das Gespräch entgegengenommen hat, verbindet mit einer Gynäkologin. Diese erklärt: Über die richtige Ernährung beim Vorliegen einer Brustkrebserkrankung gibt es so gut wie keine Forschungsergebnisse. Fest steht, dass alle einseitigen Kostformen, sei es nun reine Rohkost, Saftfasten oder Hungerkuren eher schädlich sind. Gesichert ist auch, dass es keine Diät gibt, die Krebs heilen kann. Auf alle Fälle sollte auf eine ausgewogene, qualitativ hochwertige Ernährung geachtet werden. Spezielle Richtlinien hingegen gibt es derzeit nicht.

Kinderheilkunde
Windpocken

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich habe einen dreijährigen Sohn, der gestern mit seinem neuen Freund gespielt hat. Heute erfuhr ich von dessen Mutter, dass ihr Kleiner nun Windpocken hat. Beide Kinder wurden nicht gegen Windpocken geimpft. Wie sicher ist es, dass mein Sohn auch Windpocken bekommen wird und könnte dagegen etwas getan werden?

Beratung durch den ife-Telearzt:  Windpocken sind bereits 1 bis 2 Tage vor Auftreten der Hauterscheinungen ansteckend und das bleibt so, bis alle Bläschen verkrustet sind, bzw. 5 bis 7 Tage nach Auftreten der letzten Hautveränderungen. Wenn der Sohn in diesem Stadium Kontakt zum Freund hatte, wird er wahrscheinlich auch Windpocken bekommen. Die Inkubationszeit, das heißt die Zeitspanne vom Zeitpunkt der möglichen Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung, beträgt bei Windpocken 8 bis 28 Tage, in der Regel 14 bis 16 Tage. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer sogenannten Inkubationsimpfung bei Risikopatienten, das bedeutet eine Impfung gegen Windpocken innerhalb von 5 Tagen nach Kontakt zum Erkrankten. Der behandelnde Kinderarzt sollte deshalb umgehend aufgesucht werden, um zu klären, ob im vorliegenden Fall geimpft werden sollte.

Erbrechen

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Es ist jetzt abends, 23 Uhr und meine 5 Jahre alte Tochter klagt seit zwei Stunden über Kopfschmerzen. Sie hat schon zweimal erbrochen. Ich habe noch Paracetamol-Zäpfchen im Hause und einen Saft gegen Erbrechen. Soll ich das dem Kind geben?

Beratung durch den ife-Telearzt: Der Telearzt erfragt die Umstände und dabei stellt sich heraus, dass das Kind mittags im Kindergarten von einer Schaukel gefallen ist und sich am Kopf verletzt hat. Er führt aus: Es muss hier auch die Möglichkeit einer Gehirnerschütterung in Betracht gezogen werden und das Kind sollte umgehend in einer Kinderklinik vorgestellt werden. Abschließend bietet er an, die nächstgelegene geeignete Klinik zu nennen.

Koronare Herzkrankheit

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Bei meinem Mann soll ein „Stress-Echo“ durchgeführt werden. Was ist das und was wird da gemacht?

Beratung durch den ife-Telearzt: Eine Stressechokardiographie oder auch Belastungsechokardiographie wird bei Verdacht auf Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit (KHK) durchgeführt. Entweder wird bei einer körperlichen Belastung das Herz untersucht, ähnlich wie beim Belastungs-EKG, oder es wird durch die Gabe von Medikamenten eine körperliche Belastungssituation simuliert. Die Untersuchung erfolgt durch Ultraschall und ermöglicht die Beurteilung des Herzmuskels in Bewegung. Man kann dadurch sehen, ob bei körperlicher Belastung Teile des Herzmuskels weniger gut arbeiten. Daraus würde man schließen, dass sie schlechter durchblutet werden. Damit bestände ein Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit.

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Ich bin Marcumar-Patient, habe eine künstliche Herzklappe und kann nicht immer zur Kontrolle meiner Blutgerinnung zum Hausarzt gehen. Ich habe gehört, dass man den INR-Wert selbst bestimmen kann. Ist das richtig?

Beratung durch den ife-Telearzt: Ja, man kann die Blutgerinnung selbst messen. Die Methode ähnelt der Blutzucker-Selbstmessung. Man erhält ein kleines Messgerät und eine kurze Schulung zu dessen korrekter Handhabung. Der INR-Wert (International Normalized Ratio) löst den Quick-Wert, den viele noch kennen, ab, weil er mit internationalen Standards arbeitet, während Quick-Werte, die in verschiedenen Labors gemessen wurden, nur bedingt miteinander verglichen werden können.

Zeckenstich

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: Gestern wurde ich von einer Zecke gestochen, die ich bald danach entfernt habe. Gegen FSME bin ich geimpft. Aber Zecken können außer FSME doch auch Borreliose übertragen und dagegen gibt es ja keine Impfung. Mein Arzt meinte, ich müsse kein Antibiotikum gegen Borreliose einnehmen und müsse mein Blut auch nicht auf Antikörper gegen Borreliose untersuchen lassen. Stimmt das?

Beratung durch den ife-Telearzt:  Der Rat des behandelnden Arztes ist richtig: Den Leitlinien entsprechend richtet sich die Behandlung einer Borreliose ausschließlich nach dem Vorhandensein borreliose-spezifischer Symptome im zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeckenstich. Wenn man also ein Zeckenstich-Symptom wie z. B. eine sog. Wanderröte feststellt, die zu einer Borreliose-Erkrankung passen könnte, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Wenn der Arzt aufgrund der vorliegenden Symptome eine Borreliose-Erkrankung diagnostiziert, beginnt er mit der antibiotischen Behandlung. Blutuntersuchungen sind meistens nicht erforderlich, da die Bestimmung der Blutwerte keine eindeutige Aussage auf das Vorliegen einer Erkrankung erlaubt.

Reisemedizin (Feuerqualle)

Frage einer Anruferin/eines Anrufers: „Ich bin hier am Strand auf Mallorca und habe gerade Kontakt mit einer Feuerqualle gehabt. Es brennt fürchterlich an der Vorderseite meines Oberschenkels. Was soll ich jetzt tun?“

Beratung durch den ife-Telearzt: "Erst mal zu Ihrer Beruhigung: lebensgefährliche Verletzungen sind durch Quallen im Mittelmeer nicht zu erwarten. Da häufig noch Nesselkapseln auf der Haut sitzen, die nicht geplatzt sind, sollten Sie diese entfernen, ohne dass sie zerstört werden. Sie können sie mit Salzwasser abspülen oder  austrocknen. Das geht mit Rasierschaum oder auch Sand. Dadurch wird das Aufplatzen der Kapseln  verhindert. Aber Vorsicht: nicht mit den Händen reiben – das führt eventuell zu „Verbrennungen“. Angetrocknet können Sie die Kapseln mit einem stumpfen Gegenstand (EC-Karte) abschaben. Danach kann Kühlung mit kaltem Wasser oder Eis die Schmerzen lindern, ggf. können ein Antihistamin-Gel oder eine cortisonhaltige Lotion, wie man sie auch bei Insektenstichen einsetzt, helfen – eventuell zusätzlich ein Schmerzmittel. Bei größeren „Verbrennungen“ sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wir suchen gern entsprechende Adressen in Ihrer Nähe Ihres Urlaubsortes heraus."

Weitere Anlässe für die Beratung durch einen Telearzt

Ich habe Schmerzen bzw. eine Operation steht an!

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